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How Purchasable Sex became Socially Acceptable

A new book shows how prostitutes became socially acceptable and sex entrepreneurs became media stars
May 13, 2026
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ABC Everyday: Nathan Nankervis
ABC Everyday: Nathan Nankervis
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On March 24, 1759, an interesting advertisement appeared in the “Public Advertiser”. In it, the signatory complained that she had been “insulted in public writings, exposed by printing companies and, to top it all off, defamed in public by some malicious, ignorant and venal whores” who cheekily pretend to write their memoirs to publish”. The signatory “explains that none of this has anything to do with the truth”.

The final author’s name ensured that the shortness of the text was inversely related to its effect: C. Fisher, full name Catherine “Kitty” Fisher, was one of the most famous courtesans of her time. 250 years ago, Britain’s men were at her feet. Racehorses and fashion styles bore her name and prints with her likeness circulated in thousands of editions. – “for a few guineas”, an inexperienced visitor to London marveled.

Faramerz Dabhoiwala was impressed by Catherine Fisher’s career. With his Book “Lust and Freedom. The historian presented the story of the first sexual revolution” at Exeter College, Oxford University, a bestseller that several media outlets in England and America are already celebrating as non-fiction book of the year. For with his source-saturated cultural history, the Brit dispels a prejudice that has become dear: it was not the communards and hippies of the 60’s and 70’s who were the discoverers of free love, but men and women in stiff suits and hoop skirts. In the 18th century they gave way to a new idea of sexuality that fundamentally changed the relationship between the sexes.

Dabhoiwala finds the reasons for this in the intellectual, social and technical upheavals of the early modern period, finding his sources primarily in England. The Church, which for more than a millennium had decreed to Christianity a “culture of discipline” in which sex was only permitted in marriage and was draconianly persecuted beyond this sphere, lost its authority. In their place came the thinkers of the Enlightenment, who propagated a new view of humanity, which included the right to self-determination. In addition –especially in England – there was the growth of cities, in whose anonymity new forms of gender relations developed.

New openness towards sexuality

But the industrial revolution not only pushed urbanization in its country of origin, but also printing technology and its distribution channels. This is how the media became the real engine of the sexual revolution. “New views on privacy and the public, new ways to influence public opinion and a new openness to sexuality developed”, writes Dabhoiwala.

Den Auftakt findet er in der fiktionalen Bilderfolge, die der Maler und Grafiker William Hogarth zwischen 1730 und 1731 unter dem Titel “Der Werdegang einer Dirne” herausbrachte. Darin stellte er den Werdegang einer jungen Frau dar, die aus der Provinz nach London kommt, umgehend einem Wüstling und einer Kupplerin in die Hände fällt und schließlich in Krankheit und Tod endet. Hunderte Besucher drängten sich in Hogarths Atelier, Tausende kauften die Stiche, die der geschäftstüchtige Künstler umgehend herausbrachte. “Noch nie haben irgendwelche Druckerzeugnisse so viele Subskribenten und so viel öffentliche Anerkennung gefunden”, staunte ein Kollege.

Aber damit endete die Verwertungskette nicht. “Das Königreich wurde mit Tausenden von Plagiaten überschwemmt”, jammerte ein Zeitzeuge. Und schon schlug die Stunde der Nachahmer. Auf die Druckgrafik folgten bald Flugschriften und Bücher, deren Autoren sich hemmungslos voneinander bedienten.

Bald reichte die Fiktion dem Publikum nicht mehr. Die Folge war eine verblüffende kulturelle Neuheit des 18. Jahrhunderts: die wachsende Anteilnahme der Öffentlichkeit am Leben von Kurtisanen, wie die Epoche Prostituierte zu bezeichnen pflegte. Sie wurden zu Stars einer regelrechten “Prominenz-Kultur”, wie Dabhoiwala es nennt: “Diese schriftlichen und bildlichen Darstellungen hatten einige Jahrzehnte später derart zugenommen, dass sie unter einem neuen Begriff zusammengefasst wurden: ,Pornografie’, was wörtlich ,die Beschreibung von Huren’ bedeutet.”

Über und unter dem Ladentisch

Herausragende Beispiele dieser Sex-Göttinnen waren die wechselnden Mätressen von Königen oder Hochadligen, deren Bilder als billige Drucke in großen Massen produziert wurden. Innerhalb von wenigen Jahren erschienen bis zu einem Dutzend Darstellungen der berühmten Kitty Fisher, die für einen Schilling über oder unter dem Ladentisch gehandelt wurden. Manche hatten das ideale Format, um in einer Taschenuhr verwahrt zu werden, andere kaschierten die Rolle der Porträtierten, indem sie sie als die antike Königin Kleopatra ausgaben, die Perlen in einem Essigglas auflöst.

Hatte es in London um 1716 gerade einmal ein Dutzend periodisch erscheinende Blätter gegeben, waren es 1765 bereits mehr als 75, die ihre ständig wachsende Auflage auch weit über die Stadtgrenze hinaus verkauften. Hinzu kam, dass ein Exemplar in Klubs oder Kaffeehäusern von bis zu 20 Lesern konsumiert wurde. Um die Nachfrage zu befriedigen, wurden die Inhalte der Konkurrenz Tag für Tag recycelt und plagiiert. Damit entstand eine völlig neue Debattenkultur, die schließlich auch den Sex und seine Symbole entdeckte.

Fragen, die man sich früher kaum zu stellen gewagt hatte, wurden auf einmal zum Tagesgespräch: Warum waren die meisten Prostituierten unfruchtbar? Was war unrecht an der Masturbation? Konnte die Frau beim ersten Geschlechtsverkehr schwanger werden? Und war eine platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau überhaupt möglich?

Antworten lieferten konkrete Fälle, wie sie etwa in Prozessen zur Sprache kamen. Dabhoiwala zitiert den Fall der Mätresse des Earl of Sandwich, die 1779 von einem liebeskranken Geistlichen ermordet wurde. Manchmal reichten auch schlichte Klatsch-Nachrichten. Als etwa Kitty Fisher 1759 bei einem Ausritt im St. James Park von ihrem Pferd abgeworfen wurde, war das Ereignis daraufhin monatelang Gegenstand öffentlicher Kommentare.

Einige Tausend Pfund an Schweigegeldern

Von dort war es nur noch ein kurzer Schritt zu den Druckerzeugnissen, gegen die sich Kitty Fisher in ihrer oben zitierten Anzeige wehrte. Um die Nachfrage zu befriedigen und den Umsatz zu erhöhen, produzierte ein ganzes Heer von Lohnschreibern pornografische Literatur, die Realität und Fiktion munter vermischten. Dabei kam ihnen das Entstehen einer regelrechten Sexindustrie zugute, das zumal in den Großstädten immer neue Aspekte der Befriedigung eröffnete.

In der Generation nach Kitty Fisher entstand der Typus der Sex-Unternehmerin, die sich in aller Öffentlichkeit mit wechselnden Partnern zeigte. Als der Duke of York 1806 seine Mätresse Mary Anne Clarke abschob, rächte sie sich mit detailfreudigen Memoiren, denen als besonderes Schmankerl die Liebesbriefe des Herzogs beigegeben waren. Als 18.000 Exemplare bereits gedruckt waren, handelte die Regierung. Gegen eine Einmalzahlung von 10.000 Pfund sowie eine Leibrente verzichtete die Dame schließlich auf die Veröffentlichung.

Ihre Kollegin Harriette Wilson ging noch einen Schritt weiter, indem sie ihre Verflossenen (zu denen auch der König gehörte) anschrieb und drohte, pikante Details an die Öffentlichkeit zu bringen. Schnell kamen einige Tausend Pfund an Schweigegeldern zusammen. Anschließend brachte Wilson ihre Memoiren heraus, die allein im ersten Jahr 31 Auflagen erlebten.

Das Ergebnis war eine Doppelmoral. Die tonangebende – männliche – Gesellschaft verstand sich darauf, Fisher, Clarke und Wilson zu akzeptieren, auf dass die “züchtigen Frauen” nicht in Versuchung geführt würden. Was Männern zugleich die Möglichkeit bot, sich auf dem neuen Sex-Markt zu befriedigen. Es bedurfte einer weiteren sexuellen Revolution, um ihn auch für Frauen zu öffnen.

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